Motivation

In einem allsonntäglichen Gespräch mit meinem „alten Herrn“, haben wir uns einmal mehr über die zunehmende Verrohung, Verdummung und den Werteverfall unserer Gesellschaft unterhalten. Wie immer kam es zum Ende unserer Erzählungen über die in der vorangegangenen Woche eingetroffenen Nachrichten und Vorfälle mit unseren Zeitgenossen zu dieser unsäglichen Frage:

Was kann man denn tun?

An dieser Stelle sagt nun mein Erzeuger immer folgenden Satz: „Ich für meinen Teil, werde jedem der es wissen will – und auch denen, die es nicht wissen wollen, meine Meinung kundtun – das ist das einzige, was ich tun kann!“ Guter Weg – das machen Politiker, Parteien und Lobbyisten ja auch so.

Das Problem für mich als autistisch angehauchten, introvertierten IT-Tekki ist aber, dass ich mich in der Regel mit 5 Menschen unterhalte, die mittlerweile relativ schnell genervt sind, wenn ich meine Meinungen verkünde. Das führt unweigerlich dazu, dass ich nichts mehr sage. Dies wiederum führt zu einem gewissen „Überdruck“.

Da ich weder gewillt bin einen Kampfsport zu betreiben, noch Medikamente zu mir zu nehmen, verstehen Sie meine Meinungsäußerungen auf dieser rein privaten Webseite als ein Geschenk an die Allgemeinheit. Nicht aufgrund meiner Meinungsäußerungen, sondern weil ich mich damit selbst therapiere und somit keine Gefahr für Sie werden kann.

Im Übrigen richte ich mich hier nach mir durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gegebenen Rechten, insbesondere:

Artikel 2

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

Artikel 5

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Roland Viefhaus